Angesichts der jüngsten Migrationskrise in Ceuta haben Frankreich und Portugal ab dem 1. August 2026 ihre Grenzkontrollen an den Grenzen zu Spanien deutlich verschärft. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die unkontrollierte Migration einzudämmen, führen aber auch zu spürbaren Konsequenzen für Reisende die durch diese Länder nach Spanien reisen.
Frankreich hat seinen Polizeieinsatz an der Grenze zu Spanien bereits verdreifacht und wird diese Kräftezahl auf 334 Beamte erhöhen. Neben verstärkter Präsenz setzt Frankreich zudem Flugzeuge und Drohnen zur Luftüberwachung ein. Auch Zugverbindungen, insbesondere nach Barcelona und ins Baskenland, werden intensiver kontrolliert, was zu Verzögerungen für Reisende führen kann. Portugal reagiert ähnlich mit strengeren Kontrollen an seinen südlichen See- und Landgrenzen, lehnt jedoch eine Aussetzung des Schengen-Abkommens ab.
Wer diesen Sommer nach Spanien reist und dabei Frankreich oder Portugal durchquert, sollte sich auf längere Wartezeiten einstellen. Kontrollmaßnahmen können Stichprobenkontrollen auf Straßen, in Zügen und am Grenzübergang umfassen, einschließlich Ausweiskontrollen und gründlicheren Fahrzeugdurchsuchungen. Es empfiehlt sich, den Reisepass oder Personalausweis stets griffbereit zu halten, um Verzögerungen zu minimieren.
Die verschärften Grenzkontrollen sind eine Reaktion auf die chaotischen Szenen in Ceuta, wo zehntausende junge Marokkaner die Grenze zu Spanien überwanden. Obwohl die Europäische Kommission bestätigt hat, dass kein Migrant unerlaubt das europäische Festland erreicht hat, bleibt die Lage angespannt. Spanien arbeitet eng mit Marokko zusammen, um Rückführungen zu beschleunigen. Für EU-Bürger ändert sich das Recht auf Freizügigkeit nicht, doch die vorübergehenden Kontrollen können den Reiseverkehr spürbar beeinträchtigen. Reisende sollten daher Geduld und Vorbereitung mitbringen, da sich die Situation je nach Bedarf schnell ändern kann.
Quelle: Agenturen





